
Wandren: Vokslev Kultur- og Natursti
Der Kalksteinbruch von Vokslev wurde wie die meisten anderen Kalksteinbrüche in Nordjütland ausgehoben, wo die Kräfte der Natur den Kalksteinuntergrund freigelegt und freigesetzt haben. In der Umgebung von Vokslev hat sich der Binderup Å seit der Eiszeit in ein schmales Erosionsstal geschnitten. Sowohl die weiche Kreide aus der Kreidezeit als auch der harte Bryozoenkalk aus dem Tertiär sind in diesem Gebiet zu finden. Der Bryozoenkalk ist in einem der alten Steinbrüche deutlich zu sehen.
Internationale Bedeutung
Die Grenze zwischen den Ablagerungen aus der Kreidezeit und denen aus dem jüngeren Tertiär macht die Kalkgrube in Vokslev zu etwas Besonderem und reiht sie unter die geologisch bedeutenden Orte von internationaler Bedeutung ein. Auf der Spitze des Hangs entlang des Binderup Å am Weg nach Vokslev wurde eine Ausgrabung vorgenommen, bei der man eine 2–8 Zentimeter dicke graubraune Lehmschicht sehen kann.
Diese Grenzschicht wurde vor 65 Millionen Jahren im Meer abgelagert. Eine ähnliche Schicht findet sich überall auf der Welt, wo die Grenzschichten erhalten geblieben sind. Untersuchungen zeigen, dass alle diese Lehmschichten seltene Elemente und Mineralien enthalten, die normalerweise nicht auf der Erdoberfläche vorkommen, sondern aus einigen Meteoriten bekannt sind.
Eine wissenschaftliche Theorie
Eine wissenschaftliche Theorie besagt, dass die Erde vor 65 Millionen Jahren von einem riesigen Meteoriten getroffen wurde, der Staub und Erde in die Atmosphäre wirbelte. Die Sonne verdunkelte sich und die Hälfte aller Tiere und Pflanzen starb plötzlich aus, darunter auch die riesigen Dinosaurier. Das Leben auf der Erde wurde in der Kreidezeit vollständig von den Dinosauriern dominiert, während es nur wenige kleine Säugetiere gab.
Ohne diese Katastrophe hätten die Säugetiere – und damit auch der Mensch – die Erde vielleicht nicht erobert. Was bei diesem Ereignis genau geschah, ist noch nicht endgültig geklärt, aber die Lösung des Rätsels liegt vielleicht in der dünnen Lehmschicht verborgen. Weltweit gibt es nur etwa 350 Orte und in Dänemark 5-6 Orte, an denen man die freigelegte Grenzschicht sehen kann.
Huul Mühle
Die Huul-Mühle wurde erstmals 1440 unter dem Namen Gudtzgift Mølle – Gottes Geschenk – erwähnt. Sie gehörte damals dem Domkapitel von Viborg und hatte ein Unterwasserrad, das das Mühlenwerk antrieb. Später wurde die Mühle in Huul Mølle umbenannt, was sich vermutlich auf den Hohlweg bezieht, der den Zugang von Nibe aus bildete. Im Jahr 1662 verkaufte die Krone die Mühle jedoch an St. Restrup.
Der Bach, der durch die Mühle floss, war Lebensraum für eine Vielzahl von Fischen und Insekten. An den besten Abschnitten des Baches fanden Insekten und Forellen optimale Lebensbedingungen vor. Das wurde den Anglern schon früh bewusst, und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts strömten nicht nur dänische, sondern auch schwedische, britische und amerikanische Angler zu dem Bach, dessen Forellenbestand mit den besten Gewässern beispielsweise in England und den USA mithalten konnte.
Leider fandete dieses fantastische Angeln ein Ende. Ab den 1960er Jahren litt der Binderup Å stark unter der Verschmutzung durch Städte, Molkereien und Fischzuchtbetriebe.
Mit dem Fahrrad von Aalborg nach Vokslev
Um von Aalborg nach Vokslev zu gelangen, kann man entweder die Limfjordsroute (12) entlang des Fjords oder die Bjergbanerute von Svenstrup aus nehmen. Beide Routen treffen sich in Nibe, wo man anschließend die Vokslev-Route (37) nach Vokslev nimmt.
Die Route kann im Outdoor-Führer gefunden werden, wo die Radwege auf der Karte eingezeichnet sind. Eine Radkarte mit den Routen kann auch im örtlichen Tourismusbüro erworben werden.
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