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Grevens Sti Wanderroute

Willkommen auf dem Pfad des Grafen

Grevens Sti verläuft von Kirkevej entlang Smedebækken nach Bøgevangen.

Als Graf Adam Gottlob Moltke 1754 Schloss Dronninglund kaufte, kam es zwischen seinem Verwalter Rosen und einem Pachtbauern zu einer Kontroverse darüber, wer Smedebækken pflegen und säubern sollte – deswegen wurde der Weg angeblich der Weg des Grafens genannt.

Wer war Graf Moltke?

Adam Gottlob Moltke war ein deutsch-dänischer Graf und einer der reichsten und mächtigsten Männer seiner Zeit. Als er 1754 Schloss Dronninglund kaufte, beauftragte er den bekannten Architekten und Landbesitzer Laurids de Thurah mit der Verantwortung für einen umfassenden Wiederaufbau des Schlosses. Adam G. Moltke ließ auch den wunderschönen Schlossgarten anlegen. In zwei Ehren hatte Graf Moltke bis zu 22 Kinder, was die Familie Moltke in Dänemark groß und einflussreich machte.

Auf den Spuren des Adels

Smedebækken wird auch „Nonnernes Vandløb“ (Der Nonnenbach) genannt, weil es die Fischteiche rund um Schloss Dronninglund, das ehemalige Kloster Hundslund, mit Wasser versorgt.

Vor mehr als 900 Jahren, als die Nonnen im Kloster Hundslund lebten, veränderten die Mönche in der Gegend ihr Becken: Sie wollten, dass die Nonnen ihre Kleider waschen, und deshalb änderten sie den Fluss, damit die Nonnen im Kloster Wasser bekamen. Nachdem der Fluss umgeleitet worden war, verlief er vor dem heutigen Dronninglund Hovedgård, über den Hof, vorbei an der Tränke der Tiere, um schließlich in den Allzweckraum und die Küche der Nonnen zu münden. Dann lief das Wasser hinunter zur Wassermühle des Schlosses, durch den Karpfenteich, um schließlich in Øster Møllesø zu enden.

Das Gebiet um Øster Møllesø ist heute ein naturschönes Erholungsgebiet mit schönen Wanderwegen. In der Vergangenheit stand am See eine Wassermühle aus dem 16. Jahrhundert, und ein Teil des Mühlenhauses ist bewahrt.

Schloss Dronninglund: Vom Nonnenkloster zum modernen Schlosskollektiv

Hundslund Kloster, wie Schloss Dronninglund früher hieß, wird erstmals ca. Jahr 1260 ernennt. Es war bis zur Reformation im Jahr 1536 Kloster für Nonnen aus dem ältesten Orden, den Benediktinern. Allerdings war das Kloster damals aller Wahrscheinlichkeit nach schon eine alte und angesehene Institution.

Das Nonnenkloster wurde zu einem der reichsten Dänemarks, als Königin Margrethe die Erste die reichen Geschenke in einem Geschenkzertifikat vom 6. Juli 1393 überreichte. Hundslund kam nun in den Besitz von mehr als 100 Höfen in Vendsyssel. Nach der Reformation kam das Kloster unter die Krone, betreut von Landräten, u.a. zwei der Gattung Corfitz Ulfeldt und Peter Munk.

Ab 1581 war das Kloster kein Krongut mehr und wurde vom Herrn Hans Johansen Lindenow übernommen. Er legte einen neuen Hof mit den beiden noch heute stehenden Ecktürmen an. Er baute auch den Hof, der damals einer der größten Zuchtbetriebe Jütlands war.

Von 1690 bis 1729 waren Schloss, Kirche und Herrenhaus wieder im Besitz der königlichen Familie. Die Königin von Christian V., Charlotte Amalie, übernahm das Schloss und benannte es in seinen heutigen Namen Dronninglund um. Nach dem Tod der Königin übernahm ihr Sohn Frederik IV. Dronninglund, aber er übergab es im folgenden Jahr an seine Schwester, Prinzessin Sophie Hedevig. 1719 unterzeichnete sie eine Stiftung zur Errichtung von sieben Prinzessinnenschulen in der Gegend von Dronninglund. Sie sorgte auch für eine gründliche Restaurierung der Kirche und gewann damit große Bedeutung für die große Pfarrei Dronninglund.

Unter anderen bekannten Besitzern von Dronninglund war der Grönländer Jacob Severin von 1736 bis 1753, sowie der spätere Besitzer, Graf Adam Gottlob Moltke, der unter anderem den prächtigen Schlossgarten angelegt – und möglicherweise dem Weg hierher seinen Namen gegeben hat.

Schloss Dronninglund ist heute in Privatbesitz und die alten Gebäude schaffen neue Werte als Schlosskollektiv mit Vermietung von Räumlichkeiten für Wohnen und Gewerbe, unter Berücksichtigung der historischen Umgebung.